Einführung in fünf Schritten
Von der ersten Anfrage bis zum laufenden System vergehen je nach Vergabeweg und Witterung typischerweise drei bis sechs Monate. Der Weg ist immer derselbe — fünf Schritte, klare Zuständigkeiten.
Schritt 1 — Standortbestimmung
Gemeinsame Sichtung der Ausgangslage: Anwendungsfälle, vorhandene Datenquellen und Messstellen, Gewässer, kritische Infrastruktur, bisherige Ereignisse. Ergebnis ist eine Übersicht mit Prioritäten.
Kommune: Ortskenntnis, Unterlagen. Senteris: Auswertung, Moderation. Dauer: 2–4 Wochen.
Schritt 2 — Messpunktkonzept
Aus der Gefährdungsübersicht wird das Messnetz: Welche Größen, an welchen Punkten, mit welcher Technik und welchem Funkweg. Dazu Kostenrahmen und — falls gewünscht — die Unterlagen für die Vergabe.
Senteris: Konzept und Plattformauslegung. Messtechnik-Anbieter der Kommune: Technikauswahl, Standortprüfung im Feld. Dauer: 2–4 Wochen, plus Förder-/Vergabelaufzeit.
Schritt 3 — Installation
Montage der Sensorik, Einrichtung der Funkstrecken, Anbindung an die Plattform, Funktionsprobe je Messpunkt.
Messtechnik-Anbieter: Montage und Inbetriebnahme im Feld. Senteris: Datenanbindung, Dashboard, Erstkonfiguration. Kommune: Zugänge zu Standorten. Dauer: wenige Tage je nach Umfang.
Schritt 4 — Kalibrierung und Alarmplan
Die Schwellenwerte werden aus ersten Messreihen und Ortskenntnis eingestellt; parallel entsteht der Alarmplan: Wer bekommt welche Meldung auf welchem Weg, wer vertritt wen, was passiert nachts. Abschluss ist ein Probealarm über alle Wege.
Gemeinsam: Kommune, Einsatzkräfte, Senteris. Dauer: 2–3 Wochen.
Schritt 5 — Betrieb
Übergang in den Regelbetrieb nach Servicevereinbarung: Überwachung, Störungsbeseitigung, Schwellen-Nachführung, Jahresbericht. Ab hier gilt: Das System wird besser, je länger es läuft — jede Messreihe schärft Modell und Schwellen.
Was die Kommune beistellen muss
Realistische Erwartung statt Kleingedrucktem: Ortskenntnis und Ansprechpartner (Schritte 1, 2, 4), Zugang zu Standorten und ggf. Genehmigungen (Schritt 3), Mitwirkung am Alarmplan und am jährlichen Probelauf. Der laufende Personalaufwand danach ist bewusst klein — genau dafür gibt es das Betreibermodell.
